HAZ 02.04.2026
Heinde - Nach über 100 Tagen Winterpause starten die Heinder Brauer am Gründonnerstag, 2. April, in die neue Saison. In ihrem Braukeller – so nennen sie den ehemaligen Schafstall im Wallmodenweg – fließen ab 18 Uhr aber nicht nur das bei vielen beliebte Heinder Pils sowie weitere Bierspezialitäten aus eigener Produktion in die Krüge. Markus Behme, Jan Reichert, Marius Mende und Jonathan Klages nutzen den Tag, um den Gästen einige Neuerungen vorzustellen.
So wurden im vergangenen Jahr zwei neue Lagertanks installiert, die jeweils ein Volumen von 500 Litern haben, und an die Kühlanlage angeschlossen. „Das macht es schon ein wenig professioneller“, betont Markus Behme. Damit werde nicht zuletzt auch ein kontinuierlicher Brauprozess gewährleistet.
Brauer pflegen Freundschaft mit der Manufaktur in Hildesheim
Eine weitere Neuerung dürfte den Gästen schnell ins Auge fallen: Statt zwei Zapfhähnen stehen den Männern nun sechs zur Verfügung. „Wir können nun nicht nur zwei Standardsorten zapfen, sondern zum Beispiel auch saisonale Biere ausschenken. Das ermöglicht uns, Biere von befreundeten Brauereien wie den Hildesheimern auszuschenken“, erläutert Behme. So können sich die Besucherinnen und Besucher künftig nach Herzenslust die verschiedensten Sorten Fassbier schmecken lassen.
Außerdem haben die vier Heinder verschiedene bauliche Maßnahmen erledigt. Auch rund um das Haus gab es in der Winterzeit einiges zu tun. Seit längerer Zeit besteht ein freundschaftliches Verhältnis zur Hildesheimer Braumanufaktur. Die Heinder unterstützen diese zum Beispiel bei der Feier ihres zehnjährigen Bestehens am 25. April auf dem Gelände in Hildesheim. „Die möchten selbst ihren Geburtstag feiern. So übernehmen wir dann eine Theke“, berichtet Markus Behme. Und: Am Himmelfahrtstag stellen beide ihr gemeinsam gebrautes Bier vor, ein helles „Hildesheinder Zwickel“. Die Tradition des gemeinsamen Brauens wollen beide Betriebe im nächsten Jahr mit wechselnden Brauorten fortsetzen.
Umfangreiches Programm mit vielen Terminen in diesem Jahr
Für das Jahr 2026 sind die Termine beim „Heinder Naturtrüb“ klar gesteckt. Neben dem offenen Braukeller am zweiten und vierten Donnerstag im Monat, der sich großer Beliebtheit erfreut, stehen auch verschiedene Events im Kalender. So begleitet die Truppe zum Beispiel am 22. Juni die Bläserserenade in Listringen und am 10. Oktober den Herbstmarkt vor Ort. Himmelfahrt ist die Gruppe Perfect Past dabei, und am 14. August spielen Dick & Durstig bei den Brauerei Beats auf. Auch ein Abstecher zum Lafferder Markt fehlt in diesem Jahr nicht. Dort haben die Heinder Brauer in den vergangenen Jahren zahlreiche Freunde gewinnen können.
Als Neuheit lädt die lokale Brauerei an den Öffnungstagen zu Livemusik ein. Am 23. April ist zum Beispiel das Duo Hofmann & Hofmann in Heinde zu Gast, am 11. Juni sorgen die Kreuzberger Musikanten für Stimmung und am 12. November spielen Pressure & Tuthill im Braukeller auf. Als weitere Besonderheit im Terminkalender ist am 8. Oktober ein Quizabend geplant, bei dem die Gäste ihr Wissen unter Beweis stellen können.
Den Heindern ist es weiterhin ein Herzensanliegen, die Biervielfalt darzustellen. „Das war unser ursprüngliches Anliegen, dazu möchten wir durch unser Angebot beitragen“, ergänzt Brauerkollege Jan Reichert. So gehört das Böhmisch Pils wie auch das Heinder Märzen zu den Klassikern der lokalen Brauer. Zu den besonderen Spezialitäten zählt das Emmer Weizen: Das helle obergärige Sommer-Weizenbier zeichnet sich durch die ausgewogene Zugabe des Urgetreides Emmer aus. „Das Getreide ist zwar teurer und schwieriger zu bekommen, aber das gehen wir gerne ein“, betont Behme.
Eine Sache gilt für Behme, Reichert, Mende und Klages auch in Zukunft: Für sie ist das Brauen reines Hobby, das sie sich bewusst ausgesucht haben. Dennoch sei es spannend, den langsamen und sicheren Aufstieg zu sehen.
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Heinde - Der Beschlussentwurf der Bad Salzdetfurther Stadtverwaltung, dass die Heinder das alte Feuerwehrhaus nach dem Umzug der Retter in ihr neues Domizil an der Hauptstraße nicht als Dorftreffpunkt nutzen dürfen, hat beim Ortsrat und vielen Bürgerinnen und Bürgern für großen Unmut gesorgt. Die Verwaltung begründet ihre Meinung damit, dass es im Ort genügend alternative Möglichkeiten für ein Treffen gibt. Ihrem Ärger haben sie in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Luft gemacht.
„Nie ist dazu aus der Verwaltung Kritik gekommen“
„Wir haben uns vorgestellt, ganz anders über diesen Punkt zu sprechen. Schließlich wurde in der Vergangenheit mehrfach die Alt-Immobilie thematisiert. Nie ist dazu aus der Verwaltung Kritik gekommen“, erklärte Ortsbürgermeister Kai Schwetje (SPD) vor rund 60 Gästen. Schwetje erinnerte daran, dass das Acht-Eck-Gebäude damals von den Heindern gebaut wurde. Die Stadt hatte seinerzeit das Baumaterial zur Verfügung gestellt. „Wir sehen dort den idealen Platz, ein Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen. Es hat sich im Laufe der Jahre eine andere Situation in Heinde ergeben. Die Gaststätte Gieseke gibt es nicht mehr und das Gasthaus Ohms ist ausschließlich von donnerstags bis sonntags geöffnet“, erläuterte Schwetje. Ziel sei es, dass das Dorfleben auch weiterhin attraktiv bleibt. „Wir brauchen gerade für den Gesangs-, den Heimatverein oder die Theaterkiste geeignete Räume und Möglichkeiten, dass sich die Mitglieder treffen können“, betonte der Ortsbürgermeister.
„Als ich von dem Papier erfuhr, bin ich stinksauer gewesen“
Eigentlich sei es der Plan gewesen, in der Sitzung über den Bedarf zu sprechen. Doch die vor wenigen Tagen veröffentlichte Verwaltungsvorlage habe die Situation grundlegend verändert. „Außerdem brauchen wir etwas für private Gelegenheiten. Im Feuerwehrhaus kann schließlich niemand seinen 80. Geburtstag feiern“, meinte Schwetje und erinnerte dabei an mehrere Gespräche, die in dieser Sache mit der Verwaltung geführt wurden. Daher sei er mehr als schockiert über die Verwaltungsvorlage. „Als ich von dem Papier erfuhr, bin ich stinksauer gewesen.“ Das hätte er als langjähriger Kommunalpolitiker und Vertreter des hauptamtlichen Bürgermeisters nicht erwartet. „Darüber hätte man im Vorfeld sprechen müssen“, sagte ein sichtlich verärgerter Ortsbürgermeister. Außerdem gehe es um die künftige Nutzung einer Garage, die ebenfalls von Bürgern errichtet wurde. Die wollten die Heinder gerne als Lagerfläche für Belange der Vereine behalten. Schwetje weiß, dass viele weitere Menschen und Gruppen aus der Politik nicht glücklich mit der Vorlage der Verwaltung sind. „Man hätte erst mal mit den Gremien sprechen müssen“, so der Ortsbürgermeister, der davon ausgeht, dass über die weitere Zukunft der Immobilie vor einem Beschluss im Fachausschuss, der nächste Woche die Vorlage auf der Tagesordnung hat, noch einmal intensiv gesprochen wird.
„Schnellschuss der Verwaltung“
Es hat auch bereits Äußerungen aus verschiedenen Heinder Gruppen gegeben. Alle seien nicht glücklich darüber gestimmt, dass das alte Feuerwehrhaus eine andere Nutzung erhält oder verkauft werden soll. Sie bezeichneten den Plan als Schnellschuss der Verwaltung. So hat zum Beispiel der Gesangsverein gerade in der kalten Jahreszeit ein Interesse daran, sich in einem kleineren Raum zu treffen. „Für einen Gastwirt ist es nicht wirtschaftlich, für ein paar Getränke einen großen Saal zu heizen“, erklärte Schwetje.
Wie geht es nun weiter? „Es ist Aufgabe des Ortsrates, alle Fakten zusammenzutragen, warum der Raum für die Ortschaft wichtig ist. Alle, die einen Bedarf haben, sollen sich beim Ortsrat melden. Auch in den Fraktionen müssen wir besprechen, wie es in diesem Punkt weitergeht“, führte der Ortsbürgermeister aus. Ziel sei es, das Haus für die Heinder Bürger und Bürgerinnen zu erhalten, „denn das Vereinsleben muss in Heinde top bleiben.“ Der stellvertretende Ortsbürgermeister Markus Behme (WuBS) warf der Verwaltung vor, sauber am Bürger und dem Ortsrat vorbeigearbeitet zu haben: „Die Vorlage ist ja eigentlich für den Fachausschuss bestimmt. Es gab keine Reaktionszeit zur Abstimmung mit den Vereinen. Wir wollen einfach gehört werden. Das ist kein guter Umgang miteinander.“
„Auftrag ordnungsgemäß erledigt“
Bürgermeister Björn Gryschka ließ die Kritik aus Heinde nicht gelten. „Aus Sicht der Verwaltung ist die Vorlage für das gesamte Stadtgebiet erstellt worden. Es ging um Feststellungen dazu, was in den einzelnen Orten vorhanden ist“, entgegnete der Verwaltungschef. Dazu habe die Verwaltung den einstimmig vom Rat gefassten Auftrag ordnungsgemäß erledigt. Es sei wichtig, alle Einzelheiten transparent darzustellen. „Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, was wo ist“, sagte Gryschka. Ein Blick gelte bei einem Defizit von 2,9 Millionen Euro besonders den freiwilligen Ausgaben. Der Bürgermeister hätte nichts gegen weitere Beratungen in den Gremien oder Korrekturen einzuwenden. „Nichts ist in Stein gemeißelt.“ Das sei wie bei anderen Themen ein ganz normaler Prozess. Am Ende müsse abgewartet werden, ob sich der Stadtrat dem städtischen Vorschlag anschließt.
Weitere Aufarbeitung geplant
Bei der weiteren Nutzung der Garage gehe es um die Lagerung von mobilen Hochwasserschutzwänden. Außerdem betonte Gryschka, dass es nicht geplant war, vorab in kleiner Runde das Thema zu besprechen. „Wir werden den Blick auf jeden Fall weiter nach vorne behalten“, entgegnete der Ortsbürgermeister auf die Einlassung des Verwaltungschefs. Es gehe erst einmal darum, den Bedarf anzumelden und alle weiteren Punkte sauber aufzuarbeiten.
Von Michael Vollmer
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